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Wissenswertes rund um die Themen Alkohol, Burnout und Regeneration finden

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Alkoholentzug und Alkoholentwöhnung?

Alkoholentzug bedeutet, dass nach einer Phase des regelmäßigen Alkoholkonsums dem Körper kein Alkohol mehr zugeführt wird, und damit "entzogen" wird. Es ist demnach gleichzusetzen mit einer "Entgiftung" - das heißt, der ursprünglich als Genussmittel eingesetzte Alkohol wird zum Gift, welches aus dem Körper entfernt werden muss. Erst im Anschluss daran, kann eine langfristige Alkoholentwöhnung stattfinden. Um zu verstehen, was dabei im Körper, vielmehr im Gehirn passiert, ein kleiner Abstecher:

Wenn man Alkohol trinkt, gelangt dieser innerhalb von Minuten durch das Blut in das Gehirn. Die Bestandteile (Moleküle) des Alkohols setzen sich zwischen den Gehirnzellen in den Nervenzellen fest, und beeinflussen dort den Informationsfluss. Dadurch werden manche Informationen verstärkt und schneller weitergeleitet, während andere langsamer oder gar nicht mehr verarbeitet werden können. In der Folge kann man sich unter anderem nur noch langsamer und "torkliger" bewegen, und die Reaktion sowie das Denken erfolgt langsamer. Irgendwann kann der Körper zu viele Informationen gar nicht mehr speichern, wodurch das Erinnerungsvermögen nachlässt (Stichwort: "Blackout").

Demgegenüber steht verstärkte, aktivierte Redseligkeit und Hemmungsverlust: Man wird gesprächig, die Schüchternheit nimmt ab, der Körper schüttet vermehrt Glückshormone (Dopamin, Serotonin und Endorphin) aus. Die Folge ist, dass wir uns gut an die positiven Dinge erinnern, und die negativen nicht mehr abspeichern. An dieser Stelle erfolgt zumeist der gegenteilige Effekt der Alkoholentwöhnung, nämlich die Gewöhnung des Gehirns an die Auswirkungen des Konsums. Das liegt unter anderem daran, dass man die erlebten positiven Gefühle immer wieder empfinden will.

Das Gehirn, durch Alkohol "glücklich" gemacht, sendet dem Körper Entspannungssignale, schüttet Glücksgefühle aus, lässt das Herz langsamer schlagen und uns ein bisschen langsamer und tiefer ein-/ausatmen. Zudem senkt es den Blutdruck.

Was passiert, wenn Sie jetzt keinen Alkohol mehr trinken?

Wenn der Körper plötzlich keinen Alkohol mehr zu sich nimmt, gerät das Gehirn in Panik und macht wegen des Mangels an Alkohol genau das Gegenteil der oben beschriebenen Symptome, es produziert Entzugserscheinungen: Anspannung, Beschleunigung des Pulses, Ausschüttung von Stresshormonen, die Hände fangen an zu zittern, der Blutdruck steigt, vermehrte Schweißproduktion, die Konzentrationsfähigkeit wird abgesenkt.

Dann erhält der Körper vom Gehirn das Signal, dass er jetzt dringend ein Gläschen oder noch besser zwei bis drei benötigt, sonst verweigert es seinen Dienst. Bei der Entzugstherapie (dem Alkoholentzug) geht es also darum, dem Gehirn nicht mehr das zu geben, wonach es "schreit". Ein Alkoholentzug dauert in der Regel fünf bis sieben Tage und sollte immer medizinisch-therapeutisch unterstützt werden. Falls Sie das Gefühl haben, ein Alkoholentzug ist bei Ihnen sinnvoll, dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Wir beraten Sie gerne und besprechen mit Ihnen eine geeignete Vorgehensweise und einen passenden Zeitraum.

Nach dem Entzug beginnt die Alkoholentwöhnung

Alkoholentwöhnung dagegen meint nicht die körperliche Abstinenz, sondern die ganzheitliche Entwöhnung der seelischen Abhängigkeit des Suchtmittels Alkohol. Sie dauert entsprechend länger als die Entgiftung und kann nicht durch Medikamente erreicht werden. Sie bezeichnet die Verhaltensänderung, die erfolgen muss, um den Abstinenzwunsch zu festigen und das Leben ohne Alkohol wieder zu "erlernen". Schädigende Verhaltensweisen müssen dabei erkannt und verlernt, neues Verhalten eingeübt werden. Dabei spielen die Intensität und Qualität der Therapie eine entscheidende Rolle.

Es gibt verschiedene therapeutische Ansätze, um sich aus der Abhängigkeit lösen zu können, und bei Vida Alegria haben wir sehr gute Erfahrungen mit dem Einzelcoaching gemacht. Unsere Psychologin unterstützt Betroffene dabei, die Situationen erkennen und benennen zu lernen, die den Suchtkranken in die Alkoholabhängigkeit geführt haben.

Die Motivation zur Veränderung des Trinkverhaltens wird durch sogenannte motivierende Gesprächsführung gezielt gefördert. Vor allem am Anfang können Sie sich vielleicht gar nicht vorstellen, nie mehr Alkohol zu trinken. Wenn Sie aber erleben, wie befreiend es ist, Ihre Probleme zu lösen, anstatt sie mit Alkohol zu verdrängen, wird der Wunsch nach einer dauerhaften Veränderung wachsen. Sie werden merken, dass Sie zu Ihrer Lebensfreude zurückfinden und sich neue Lebensziele setzen können, deren Verwirklichung nicht an Promillegrenzen scheitern.

Damit der Alkohol in Ihrem zukünftigen Leben keine Rolle mehr spielt, ist es neben den Einzelgesprächen wichtig, positive Erfahrungen und Erlebnisse in den Alltag zu integrieren. Zum Beispiel Sport, Bewegung und Entspannung bewirken und ersetzen dann die ursprünglich durch Alkohol erzeugten Glücksgefühle und bringen Sie zu einem erfüllten, befriedigenden Leben jenseits von Rausch und Absturz. Wenn Sie eine tiefgreifende Veränderung Ihres Lebens möchten, wenn Sie den Wunsch verspüren, wieder unabhängig, frei und mit klarem Kopf Entscheidungen zu treffen, dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf und melden Sie sich zu einem Aufenthalt bei Vida Alegria an.

2019 Vida Alegria  - Alkoholentzug, Alkoholentwöhnung, Alkoholtherapie, Burnout-Hilfe

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